Ohrakupunktur nach Seeber

Die Ohrakupunktur ist eine Sonderform der Akupunktur. Dr. Nogier entdeckte in den fünfziger Jahren des letzten Jahrtausends die Reflexzonen des Ohres. Seither gibt es immer mehr Ärzte und Heilpraktiker , die diese Methode einsetzen. Da sie sehr effektiv und das Ohr sehr gut zugänglich ist, hat die Ohrakupunktur eine Sonderstellung. Das Ohr steht in direkter Beziehung zu unserem Gehirn. Der Gehörgang wird durch einen Ast unseres größten vegetativen Nerven, dem Vagusnerv, versorgt. Über diese Besonderheit hat man Einfluss auf das gesamte vegetative Nervensystem, welches das Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung steuert, dem Synonym für das chinesische Ying und Yang.

Somit besteht nicht nur die Möglichkeit organische Erkrankungen zu beeinflussen, sondern auch hormonelle und psychische Störungen zu behandeln. Die Methode eignet sich auch als hervorragende Ergänzung zu anderen Therapien.

Die Ohrakupunktur ist mit geringeren Schmerzen verbunden, und durch Dauerkügelchen kann man die Wirkung über viele Tage verstärken.

Am Ohr kann ich bereits beim Betrachten gestörte Zonen und  deren Bezug zu den Organen erkennen. So befindet sich die Wirbelsäule mit den Wirbelkörpern, den Bandscheiben und der Muskulatur auf der Anthelix und der Anthelixwand. In diesem Bereich verlaufen auch die großen Steuerungsbahnen unseres vegetativen Nervensystem, welches Verdauung, Herzschlag und alle automatischen Körperfunktionen steuert.

 

Ich habe die Ohrakupunktur nach Jan Seeber erlernt, da man mit dieser Methode nur wenige Nadeln benötigt, in der Regel fünf, um einen maximalen Erfolg zu erzielen. Die Wirksamkeit wurde in einer Pilotstudie erfasst, eine Veröffentlichung steht bevor.

Jan Seeber ist Ausbilder in verschiedenen Gesellschaften und Autor von Fachbüchern.